Zahnimplantate Wien

Zahnimplantate

Zahnimplantate werden aus Titan hergestellt und bieten einen ganzheitlichen Ersatz für verlorengegangene Zähne. Implantate werden im Rahmen eines operativen Eingriffes unter Lokalanästhesie in den Kieferknochen eingebracht und wachsen während der Einheilphase in diesen ein. Danach dienen sie als Verankerung für festsitzenden oder abnehmbaren Zahnersatz.

Da die Art der Versorgung und die Implantation individuell angepasst werden, ermöglicht diese Technik ästhetischen festsitzenden oder abnehmbaren Zahnersatz in jeder Zahnsituation. Das natürliche Aussehen und die Stabilität geben Ihnen ein hohes Maß an Sicherheit im Alltag, was wesentlich zur Steigerung Ihrer Lebensqualität beiträgt.

Die Versorgung mit Implantaten erfordert besondere Erfahrung und eine spezielle Ausbildung seitens des Behandlers. Zusätzlich zu seinen Doktoraten im Bereich der Allgemein- und auch der Dentalmedizin kann DDr. Viden auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Oralchirurgie zurückgreifen. Erworben hat er ihn während seiner 12-jährigen Tätigkeit im Wiener Krankenhaus Hietzing (Wien), davon 5 Jahre als Oberarzt am Institut für Zahnheilkunde, Mundheilkunde und Kieferheilkunde mit dem Schwerpunkt Oralchirurgie.

Gerne informieren wir Sie in unserer Praxis in 1010 Wien über die Kosten / Preise von Implantaten.

Zahnimplantate für jedermann?
Zunächst muss festgestellt werden, ob Ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Implantation zulässt.  Obendrein ist wichtig, ob ausreichend Knochensubstanz vorhanden ist um die Implantate richtig einsetzen zu können. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es mehrere Möglichkeiten des Knochenaufbaues dafür.
Wie lange dauert die Einheilphase?
Die Einheilphase beträgt im Unterkiefer 2-3 Monate und im Oberkiefer 5-6 Monate.

Wenn die Knochenqualität es zulässt, ist auch eine Sofortversorgung der Implantate möglich:  Menge, d.h. Knochenhöhe und -breite, und Qualität, d.h. Knochendichte, müssen eine sofortige Belastung zulassen. Die Implantate werden in solchen Fällen kurz nach dem Einsetzen mit Kronen, Brücken oder abnehmbarem Zahnersatz versorgt.
Wann ist die Versorgung durch Implantate sinnvoll?
  • Zum Lückenschluss bei Verlust eines Einzelzahnes, weil die gesunden Nachbarzähne nicht beschliffen und überkront werden müssen.
  • Zur Wiederherstellung der Kaufunktion bei Verlust der Backenzähne.
  • Zur Verankerung einer Totalprothese; der Halt und die Kaufunktion werden dadurch verbessert.
  • Bei Verlust eines, mehrerer oder aller Zähne, wenn der Patient keinen herausnehmbaren Zahnersatz tragen möchte.
  • Bei zahnlosen Kiefern ist die Versorgung mit Implantaten die optimale, wenn auch teuerste Lösung eines festsitzenden Zahnersatzes.   Es werden dabei je nach Kieferform und Knochenzustand 6-8 Implantate gesetzt. Nach der entsprechenden Einheilphase wird dann eine festsitzende Brücke auf diesen Implantate befestigt.
Was passiert alles bis ich mein fertiges Implantat habe?
Vorher Basissanierung

Bevor an Implantate zu denken ist, müssen Zähne, Zahnfleisch, Parodont – kurz: das ganze „Drumherum" – in Ordnung gebracht werden. Es hat keinen Sinn, ein teures Implantat z d setzen, wenn etwa Zahnfleischentzündungen das Einheilen gefährden. Das bedeutet: Zu den Kosten für das Implantat und den darauf gesetzten Zahnersatz addieren sich die Kosten für eine Grundsanierung.

Knochenaufbau

In manchen Fällen ist an der Stelle, an der der Arzt das Implantat setzten möchte, nicht
genug Knochen vorhanden. Das Implantat wäre entweder der Länge oder der Breite nach, nicht vollständig von Knochen umschlossen. Um trotzdem an dieser Stelle Implantieren zu können, muss der Arzt dort Knochen schaffen. Diesen Vorgang nennt man Augmentation oder Knochenaufbau. Zu diesem Zweck wird im Mund Knochen an einer Stelle entnommen, an der er im Überfluss zur Verfügung steht. Der gewonnene Knochen kann nun dazu verwendet werden, die Stellen zu verstärken an denen ein Knochenmangel besteht. Alternativ zum Eigenknochen, können auch künstliche Knochenersatzmaterialien zum Einsatz kommen.

Eine besondere Form der Augmentation ist der Sinus Lift. Dabei wird der Hohlraum der
Kieferhöhlen, durch Anhebung dessen Bodens, dazu ausgenutzt mehr Knochen im Oberkiefer zu schaffen, um eine Implantation möglich zu machen. Je nach Art und Umfang der Augmentation, müssen 3-4 Monate für die Abheilung des Knochens eingerechnet werden. In manchen Fällen können Augmentation und Implantation in einem Schritt durchgeführt werden.

Implantat setzen

Im nächsten Schritt bohrt der Zahnarzt (Lokalanästhesie, Sedierung; Vollnarkose ist sehr selten) ein oder mehrere Löcher in den Kieferknochen, setzt oder schraubt das Implantat ein und näht dann die Schleimhaut über dem Implantat zu. Unmittelbar nach der Operation sind leichte Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse zu erwarten. Wie bei allen Operationen hängt die Wiederherstellung von individuellen Faktoren wie dem allgemeinen Gesundheitszustand und der Schwere des Eingriffs ab. Ärzte sagen: „Das Ziehen eines Weisheitszahnes ist unangenehmer." Einige Patienten formulieren das anders: „Ich war eine volle Woche außer Gefecht." Und manche gehen — besonders nach einer Sofort-Implantation —am nächsten Tag ohne wesentliche Probleme wieder arbeiten. Im Durchschnitt beschreiben die Patienten den Schmerz mit 3 auf einer Skala von 1-10.

Ob all die beschriebenen Arbeiten Schritt um Schritt mit größeren Pausen dazwischen passieren oder in einer Sitzung, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Das Implantat (meist eine Titanlegierung) wächst ein und verbindet sich fest mit dem Kieferknochen (Osseointegration). Das dauert im Unterkiefer etwa zwei und im Oberkiefer bis zu drei Monate. Danach kann der Zahnersatz eingegliedert und damit die Versorgung abgeschlossen werden.

Was ist ein Sofort-Implantat?
Sofort-Implantate

Sofort-Implantate werden unmittelbar bzw. maximal wenige Tage nach der Zahnextraktion implantiert. Sofort-Implantat bedeutet keineswegs eine sofortige Belastbarkeit. Die ist erst nach einer Wartezeit möglich, wie sie auch bei normalen Implantaten erforderlich ist. Vor jeder Sofort-Implantation muss jede Stelle sorgfältig untersucht werden. Wenn die Knochensubstanz annähernd vollständig erhalten ist, kann eine Sofort-Implantation durchgeführt werden, sonst ist eine normale Vorgehensweise die übliche Variante. Vorteile von Sofort-Implantaten:

  • beschleunigen die Therapie
  • erhalten Knochensubstanz
  • ersparen mehrere Behandlungen
  • sind heute wissenschaftlich gesichert, sollten jedoch nur von Spezialisten (Implantologen) durchgeführt werden

Kann der Eingriff scheitern?
Der Eingriff kann auch scheitern: : Das Implantat wächst nicht in den Knochen ein oder das Gewebe um das Implantat entzündet sich (Periimplantitis). Das kann daran liegen, dass der Knochen aus verschiedensten Gründen nicht richtig präpariert werden konnte, dass Reste ehemaliger Entzündungen noch vorhanden sind oder eine Überbelastung  des Implantats findet statt. Bei Rauchern und bei Patienten mit schlechter 
Mundhygiene ist das Risiko des Misslingens deutlich größer. Der Misserfolg steigt dabei nicht proportional mit der Anzahl der Implantate oder der Dauer des Eingriffs. Ein zahnloser Kiefer ist heutzutage ein Routinefall, der implantologisch gut versorgt werden kann. Die Erfolgsquote liegt hier laut Studien bei 97 bis 99 Prozent. Schwierigkeiten bereiten eher Implantate, die sichtbar im Oberkiefer gesetzt werden, besonders wenn der Patient Zähne durch einen Unfall oder durch Entzündungen verloren hat. Oft ist im Oberkiefer nicht mehr genug Knochen vorhanden, die Behandlung kann langwierig sein.
Im Fall eines Scheiterns reicht die Garantie mancher Hersteller bis zu zehn Jahren. Das heißt, der Patient kann — wenn Arzt und Hersteller dazu bereit sind — erneut und ohne zusätzliche Kosten implantiert werden.Natürliche Zähne bewegen sich immer ein bisschen — Implantate nicht, sie sitzen starr im Kiefer. Ein lockeres Implantat deutet auf mangelhafte Einheilung im Knochen hin und muss notfalls entfernt werden.
Implantate gehen in der Regel nicht — wie manche transplantierten Organe — durch Abstoßungsreaktionen der Immunabwehr verloren, sondern durch lokale Entzündungen. Oft entstehen diese wegen einer Parodontitis oder mangelnder Mundhygiene des Patienten. An der Stelle, wo das Implantat durch die Schleimhaut tritt, können Bakterien eindringen und Entzündungen verursachen (Periimplantitis). Implantate gehen vorwiegend während der Einheilung und in den ersten 18 Monaten nach dem Einheilen verloren.

Wie hoch sind die Erfolgschancen?
Implantate haben sich bewährt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Implantat nach fünf Jahren noch voll funktionsfähig ist, liegt im Unterkiefer bei 85 bis 95 Prozent. Im Oberkiefer beträgt die Erfolgsrate etwa 80 bis 90 Prozent.

Was Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten
Fragen Sie Ihren Zahnarzt:

  • Wie lange hält das geplante Implantat erfahrungsgemäß bei guter Mundhygiene?
  • Weiche Risiken gibt es bei diesem Eingriff?
  • Was kostet es, selbst dann, wenn die Behandlung misslingt?
  • Kann der Eingriff wiederholt werden?
  • Was ist ein Erfolg, was ein Misserfolg?
  • Machen Sie alles selbst oder ziehen Sie einen Spezialisten hinzu?
  • Wie viele ähnliche Operationen haben Sie im letzten Jahr gemacht?
  • Wie viele davon waren erfolgreich?
  • Welches Produkt (Marke) verwenden sie und wie lange ist der Hersteller bereits am Markt? Das ist wichtig wegen möglicher Ersatzteile. Es tauchen jährlich immer wieder neue Hersteller auf, die aber genauso schnell wieder verschwinden.

Worauf Sie noch achten sollten:

  • Nimmt sich Ihr Zahnarzt ausreichend Zeit für die Beratung?
  • Beantwortet er konkret Ihre Fragen?
  • Geht er auf Sie ein?
  • Wie gut ist die technische Ausrüstung der Spezialisten? Macht er z.B. ein digitales Röntgen oder eine CT?
  • Welche Spezialausbildung hat der Arzt?

Vor- und Nachteile von Zahnersatz auf Implantaten

Vorteile
  • Die Nachbarzähne bleiben unversehrt.
  • Implantate verhindern (im Gegensatz zu vielen Brücken und Prothesen), dass sich der Kieferknochen abbaut.
  • Keine rutschenden Prothesen und Druckstellen.
  • Implantate ermöglichen ein kräftigeres Zubeißen als Prothesen.
  • Die Aussprache bleibt weitgehend unverändert.

Nachteile

  • Nicht jeder Patient und nicht jeder Kiefer ist für Implantate geeignet.
  • Einzelimplantate sind relativ unkompliziert, aber größere Versorgungen erfordern eine längere und aufwendigere Behandlung mit Operationen.
  • Implantate sind starr, ohne Nerv und Flexibilität: Manche Patienten berichten von einem Fremdkörpergefühl.
  • Eine äußerst konsequente Mundhygiene ist unabdingbare Voraussetzung.
  • Kostenfaktor: Die Gesamtkosten für den Ersatz eines fehlenden Zahnes (ein Einzelimplantat inklusive Krone) betragen in Österreich etwa 1.800 bis 2.500 Euro bei normaler Versorgung (ohne Sinuslift oder Augmentation)

(Verein für Konsumenteninformation (Hrsg.) (2010): "Zähne: Füllungen,Kronen, Implantate, Zahnspangen und Kieferchirunrgie. Qualität erkennen, Preise vergleichen", Wien: Verein für Konsumenteninformation)

 

Weiterführende Links - Zahnimplantate

Wikipedia: Zahnimplantate

Netdoktor: Implantate

Dentale Implantologie & Parodontologie